Dieser Parasit befällt Haut, Kiemen und Flossen von Lachsen, Forellen und einigen anderen Süßwasserfischarten. Er ist weniger als einen halben Millimeter groß und damit mit bloßem Auge kaum sichtbar. Trotzdem kann er bei manchen Atlantischen Lachsstämmen schwere Schäden verursachen.
Warum sollte ich mir Sorgen machen?
Die Auswirkungen der Krankheit sind so gravierend, dass die Lachsbestände vieler norwegischer Flüsse vollständig verschwunden sind und die dort vorkommenden Lachsarten für immer verloren gegangen sind. Gyrodactylus salaris kommt in britischen Flüssen nicht vor, doch Experimente in Norwegen haben gezeigt, dass unsere Lachse, wie auch die norwegischen, von dem Parasiten befallen werden. Daher ist es unerlässlich, dass der Parasit nicht in britische Gewässer eingeschleppt wird.
Lässt es sich ausrotten?
Um Gyrodactylus salaris aus den betroffenen Flüssen zu eliminieren, müssen alle Fischarten, die den Parasiten beherbergen können, entfernt werden. Daher erforderte die Wiederherstellung der Lachsbestände in den betroffenen norwegischen Flüssen die Vergiftung ganzer Flusseinzugsgebiete. Diese Sanierungsmaßnahmen sind zerstörerisch, schwierig, sehr teuer und werden voraussichtlich viele Jahre dauern. Ihr Erfolg ist zudem ungewiss.
Woher kommt es?
Gyrodactylus salaris kommt natürlich in den Ostseeflüssen Finnlands und Russlands (möglicherweise auch in Ostschweden) vor. Die einheimischen Fische dieser Flüsse, darunter der Ostseelachs, sind gegenüber dem Parasiten tolerant, und die Infektion verursacht ihnen normalerweise keinen Schaden. Atlantische Lachse in Gebieten, in denen der Parasit nicht natürlich vorkommt, zeigen jedoch kaum oder gar keine Toleranz. Vor einigen Jahren wurde Gyrodactylus salaris versehentlich erstmals in einige Flüsse an der schwedischen Westküste, nach Norwegen und in jüngerer Zeit auch in einige Flüsse in Nordfinnland und Nordrussland eingeschleppt.
Handelt es sich um eine meldepflichtige Krankheit?
Gyrodactylus salaris ist eine meldepflichtige Tierseuche, und es bestehen Gesetze, die die Einfuhr lebender Lachse und Forellen (der Hauptwirte des Parasiten) in britische Gewässer verhindern sollen. Diese Gesetze wurden nun durch EU-Recht ergänzt, das den Sonderstatus des Vereinigten Königreichs als nachweislich parasitenfrei anerkennt.