Wilde Bachforellen sind wahrscheinlich die am einfachsten zu fangenden Süßwasserfische. Sie lassen sich mit zahlreichen Methoden fangen, unter anderem mit Wurm und Spinner; letztere sind in einigen schottischen Gewässern erlaubt und erfordern nur geringe Geschicklichkeit.

Der Fisch und die „Fliege“

Angler haben im Allgemeinen deutlich mehr Freude daran, Forellen mit einer künstlichen Fliege zu fangen. Das Fliegenfischen auf Forellen gilt seit Langem als die „sanfte Kunst“ und ist in ganz Schottland anerkannt. Beim Fliegenfischen wird eine Fliege – meist eine künstliche Insektenimitation – mit Hilfe der Angelschnur präsentiert, um einen Fisch zu überlisten. Die Tipps auf dieser Seite richten sich an Anfänger, die das Fliegenfischen an schottischen Seen erlernen möchten. Diese sind für Unerfahrene deutlich besser geeignet als Flüsse und zudem viel leichter zugänglich.

Bevor Sie Ihr Ziel erreichen

Lesen Sie ein Grundlagenbuch zum Forellenangeln. Das Verständnis der Grundprinzipien und praktischen Aspekte dieses Sports verschafft Ihnen einen Vorsprung vor Ihrer Ankunft. Es ist außerdem von Vorteil, zwei oder drei einfache Angelknoten zu beherrschen. Versuchen Sie, bei einem qualifizierten Ausbilder Unterricht in Wurftechnik zu nehmen (dies wird möglicherweise an Ihrem Reiseziel angeboten); selbst ein paar Stunden können sich als äußerst wertvoll erweisen und dem Anfänger ermöglichen, mit einem gewissen Maß an Kompetenz und Selbstvertrauen zu angeln. Das Werfen mit der Fliege ist nicht schwierig, aber mit der Unterstützung eines professionellen Ausbilders erreichen Sie die nötige Fertigkeit deutlich schneller.

Tackle

Zum Forellenangeln benötigt man deutlich weniger Ausrüstung als für die meisten anderen Angelarten. Fürs Angeln in einem See braucht man eine mindestens 2,75 m lange Rute (kürzer für Kinder), eine passende Fliegenrolle, eine Schwimmschnur (maximal AFTM 6; die Schnurklasse sollte zur Rutenstärke passen) und Backing-Schnur, einen Kescher, eine Fliegenbox, Vorfachmaterial, einige nützliche Zubehörteile (wie Schere, Zange und Zange) sowie eine Angeltasche. Komplette Ausrüstungen sind oft schon für unter 100 £ erhältlich. Angelgeschäfte beraten Sie gerne. Möglicherweise können Sie auch Ausrüstung an Ihrem Urlaubsort mieten.

Fliegen

Eine Auswahl der folgenden Fliegen sollte mehr als ausreichend sein: Alexandra, Zulu, Butcher, Black Pennel, Dunkeld, Grouse and Claret, Soldier Palmer, Cinnamon and Gold, Invicta, March Brown, Teal, Blue and Silver, Peter Ross.

Sicherheit

Polarisierende Brillen bieten wichtigen Augenschutz vor Angelhaken und helfen zudem, Fische bei schlechten Lichtverhältnissen zu erkennen. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, auf einem See im Boot aufzustehen. Behandeln Sie Seen, insbesondere größere Gewässer, stets mit Respekt. Starke Winde können innerhalb weniger Minuten aufkommen; das Tragen einer Schwimmweste wird dringend empfohlen.

Genehmigungen

Es ist wichtig zu betonen, dass man nicht einfach überall angeln darf. Man benötigt eine Genehmigung bzw. Angelerlaubnis. Diese kann man bei verschiedenen Stellen beantragen. Angeln in Seen bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Angeln vom Ufer kostet in der Regel etwa 5 £ pro Rute und Tag, während Boote (für zwei oder drei Ruten) üblicherweise zwischen 15 und 25 £ pro Tag kosten. Für weitere länderspezifische Informationen zu den Angelbestimmungen klicken Sie hier .

Kleidung

Eine gute wasserdichte Jacke und Überhose (vorzugsweise in einem dezenten Naturton wie Braun oder Grün) sind ebenso unerlässlich wie geeignetes Schuhwerk (normalerweise Oberschenkelwathosen).

Angeln im See

Bevor Sie mit dem Boot auf einen See hinausfahren, üben Sie das Werfen vom Ufer aus; Ihr Angellehrer, falls Sie einen haben, wird Ihnen das wahrscheinlich empfehlen. Versuchen Sie dann im Boot, einen gleichmäßigen Rhythmus beim Auswerfen und Einholen der Schnur mit gleichmäßigen Zügen zu entwickeln, damit die Fliege(n) verführerisch durchs Wasser gleiten. Anfangs mit nur einer Fliege zu fischen, verringert die Wahrscheinlichkeit von Verwicklungen deutlich.

Beim traditionellen Angeln auf einem See lässt man das Boot quer zum Wind treiben, während der Angler mit dem Wind wirft. Man muss nicht allzu weit werfen; Forellen schnappen oft schon wenige Meter vom Boot entfernt nach der Fliege. Ein erfahrener Bootsmann am Ruder ist immer von großem Vorteil; er hält das Boot gleichmäßig im gleichen Winkel und kennt mit hoher Wahrscheinlichkeit die besten Angelplätze.


einen See lesen

Eine der wichtigsten Fähigkeiten ist das „Lesen“ eines schottischen Hochlandsees. Dies gelingt leicht mit einer großmaßstäbigen Karte oder durch einfaches Beobachten der Konturen in Seenähe. Obwohl es natürlich Ausnahmen gibt, beherbergen flachere Seen im Allgemeinen deutlich bessere Forellen. Sie bieten Forellen ein wesentlich reichhaltigeres Nahrungsangebot an Insekten und Wirbellosen als tiefe, kalte Seen. Selbstverständlich gibt es auch Seen mit sowohl tiefen als auch flachen Bereichen. In diesem Fall sollte man sich beim Angeln auf die flacheren Stellen oder deren Ufer konzentrieren.

Besondere Tage

Manchmal wimmelt es in Seen nur so von Fischen. Unter solchen Bedingungen kann man sehr viele Fische fangen. Behalten Sie nur eine überschaubare Anzahl. Die übrigen Fische sollten freigelassen werden. Bevor Sie den Fisch vom Haken lösen, befeuchten Sie Ihre Hände, um die schützende Schleimschicht des Fisches nicht zu entfernen.

Sonntagsangeln

Das Angeln auf Bachforellen ist in Schottland zwar sonntags erlaubt, wird aber in manchen Gegenden missbilligt; bitte zeigen Sie in solchen Fällen Rücksichtnahme.