Die meisten Behinderungen hindern Menschen nicht am Angeln. Es gibt Hilfsmittel und Ausrüstung, die es selbst schwerstbehinderten Menschen ermöglichen, erfolgreich teilzunehmen.
Natürlich gibt es Barrieren, die hauptsächlich durch den erschwerten Zugang zu Gewässern wie Seen, Flüssen oder Seen entstehen. Dennoch steht eine große Auswahl an barrierefreien Angelmöglichkeiten für Raubfische und Friedfische zur Verfügung, und die Situation verbessert sich stetig, da immer mehr Fischereimanager und Uferanlieger den Bedürfnissen von Anglern mit Behinderungen Rechnung tragen.
An Molen und Anlegestellen kann man bequem vom Ufer aus angeln (Meeresangeln), und einige Charterboote sind rollstuhlgerecht.
Es gibt eine Reihe von Organisationen, die das Angeln für Menschen mit Behinderungen fördern und Fischereibetriebe dazu anhalten, geeignete Zugänge und Einrichtungen bereitzustellen.
Zugang
Angler mit Mobilitätseinschränkungen haben die größten Schwierigkeiten beim Zugang zum Wasser. Aufgrund der Beschaffenheit der Umgebung sind viele Flüsse, Seen und Tümpel unzugänglich. Allerdings können Angler mit Behinderung viel tun, um ihre Möglichkeiten, ans Wasser zu gelangen, zu verbessern. Geländegängige Rollstühle und Scooter erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und bieten ihren Nutzern eine bemerkenswerte Leistungsfähigkeit in unwegsamem Gelände.
Auch Fischereibetriebe müssen den Zugang zum Gewässer für Angler mit Behinderungen gewährleisten, insbesondere seit das Behindertengleichstellungsgesetz vollständig in Kraft getreten ist. „Dienstleister“ (darunter kommerzielle Fischereien und für alle zugängliche Vereine) sind nun verpflichtet, physische Barrieren zu verändern, anzupassen oder zu beseitigen. Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder sie verbessern den Uferzugang, beispielsweise durch ebene Wege und Angelplattformen, oder sie stellen ein barrierefreies Boot wie das Wheelyboat zur Verfügung. Der Vorteil des Wheelyboats liegt darin, dass es den Zugang zum gesamten Gewässer ermöglicht und nur einen einzigen Einstiegspunkt am Ufer benötigt.
Die Bedürfnisse von Anglern sind jedoch unterschiedlich, daher empfiehlt es sich, vorab Kontakt mit dem jeweiligen Angelgewässer aufzunehmen. Eigene Anfragen können oft zum Erfolg führen. Manche Angelgewässer verfügen zwar nicht über spezielle Einrichtungen, können aber dennoch auf Ihre individuellen Wünsche eingehen.
Erste Schritte
Diese Website bietet hilfreiche Seiten für Angelanfänger, deren Informationen auch für Angelanfänger mit Behinderung gelten. Anfängern wird stets empfohlen, sich professionellen Rat einzuholen. Jedes gute Angelgewässer kann Ihnen einen qualifizierten Angellehrer empfehlen.
Falls Sie spezielle Ausrüstung benötigen, wenden Sie sich bitte an die unten aufgeführten Organisationen. Ansonsten finden Sie in Ihrer gewünschten Angeldisziplin ein gut erreichbares Gewässer, buchen Sie eine Angelstunde und erleben Sie den Beginn eines fesselnden, herausfordernden und faszinierenden Hobbys!